Datenmanagement und Governance
Stammdaten-Challenge
Heutige Unternehmen nutzen in der Regel mehrere Anwendungen und Systeme wie ERP, HCM und CRM, die je nach Abteilung unterschiedlich genutzt werden. Aufgrund der großen Anzahl von Benutzern, die auf die Daten in diesen Systemen zugreifen, kommt es häufig vor, dass die Daten isoliert, dupliziert, veraltet oder sogar widersprüchlich sind. Und jeder weiß, dass schlechte Daten zu schlechten Entscheidungen führen. Um dem sich ändernden Informationsbedarf und der gleichzeitig steigenden Anzahl von Datenquellen gerecht zu werden, implementieren Unternehmen daher Stammdatenmanagement-Lösungen.
Was sind Stammdaten?
Stammdaten sind alle Daten, die für das Funktionieren eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind. Sie beschreiben Personen (Kunden, Mitarbeitende und Lieferanten), Orte (Büros und Standorte) und Dinge (Produkte und Anlagen). Stammdaten machen in der Regel nur einen kleinen Prozentsatz aller Unternehmensdaten aus, gehören aber zu den komplexesten – und wertvollsten – Daten in einem Unternehmen.
Beispiele für Stammdaten:
Kundenstammdaten: Wie der Name schon sagt, umfassen Kundenstammdaten alle Kerndaten, die für die Geschäftsabwicklung mit Ihren Kunden erforderlich sind – von Kontaktinformationen bis hin zu Kaufhistorie und Zahlungsbedingungen. Die Verwaltung von Stammdaten in diesem Bereich umfasst die Bereinigung und Standardisierung von Daten in ERP-, CRM- und anderen Systemen. So können beispielsweise der Name und die Adresse desselben Kunden sowohl in einem ERP- als auch in einem CRM-System vorhanden sein, aber auf zwei verschiedene Arten eingegeben werden, wie z. B. Platanenstr. 13 oder Platanenstraße 13. MDM gleicht diese Unterschiede ab und schafft eine einheitliche Sicht auf jeden Kunden, die unter anderem dazu genutzt werden kann, um Marketingkampagnen zu personalisieren oder die Customer Experience zu verbessern. In einigen Unternehmen umfassen die Kundenstammdaten auch die Daten von Mitarbeitenden, Patient:innen und Lieferanten.
Lieferantenstammdaten: Zu den Lieferantenstammdaten gehören Daten zu Lieferantenkonten, Verträgen, Richtlinien, Preisgestaltung und mehr. Sie stehen im Mittelpunkt aller wichtigen Beschaffungsaktivitäten, von der Planung und Beschaffung bis hin zur Auftragsvergabe und zum Einkauf. Bereinigte und vertrauenswürdige Lieferantenstammdaten sind z. B. wichtig für die Beantwortung von Fragen zu Lieferantenausgaben, Preisgestaltung oder Leistung.
Standortstammdaten: Die Standortdaten eines Unternehmens enthalten wichtige Attribute in Bezug auf die physischen Standorte von Agenturen, Unternehmensniederlassungen, Vertriebszentren und Filialen. Kund_Durch die Verknüpfung mit anderen Datendomänen können diese Informationen die standortbezogene Entscheidungsfindung unterstützen, z. B., wenn es darum geht, das richtige Produktsortiment für eine bestimmte Filiale zu ermitteln.
Produktstammdaten: Die Verwaltung von Produktstammdaten umfasst Attribute wie Produktnummer, Kategorie, Preis, Merkmale, Stücklisten und alle anderen benötigten Datenpunkte. Diese Daten werden prozessübergreifend für Vertrieb, Marketing, Logistik und den Lebenszyklus der Produktentwicklung verwendet und müssen daher zuverlässig und genau sein.
Anlagenstammdaten: Anlagenstammdaten beschreiben die materiellen und immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens, wie z. B. Inventar, Ausrüstung und Marken. Sie enthalten in der Regel Attribute wie z. B. Abschreibungsbedingungen und -werte, Anlagenkategorien und Leasinginformationen. Wenn die Anlagenstammdaten ungenau oder nicht korrekt sind, können die Anlagen nur unzureichend genutzt und verwaltet werden. So könnten fehlerhafte Stammdaten beispielsweise zu falschen Prognosen im Rahmen der vorausschauenden Instandhaltung führen.
Stammdaten-Qualität - warum ist diese wichtig?
Das Stammdatenmanagement bietet neben der Unterstützung für Unternehmen bei der Entscheidungsfindung und Beantwortung wichtiger Fragen eine Reihe weiterer Vorteile, wie zum Beispiel:
Reduzierung von Fehlern und Redundanzen bei Daten in unterschiedlichen Anwendungen. Wenn verschiedene Teams dieselben Informationen, wie etwa einen Kundendatensatz, inkonsistent eingeben, konsolidiert und gleicht MDM die doppelten Daten ab.
Verbesserte analytische Einsichten und Entscheidungen, die auf Daten basieren. Ergebnisse, die brauchbar sind, setzen brauchbare Eingaben voraus. Wenn die zu analysierenden Daten fehlerhaft sind, können auch die Resultate nicht korrekt sein.
Geschäftsprozesse optimiert und Effizienz gesteigert. Durchgängige Geschäftsszenarien wie Lead-to-Cash, Source-to-Pay und Design-to-Operate können mit hochwertigen, konsistenten Stammdaten beschleunigt und automatisiert werden.
Erhöhte Transparenz sowie Beachtung des Datenschutzes und weiterer Regelungen. Ein Beispiel dafür ist die DSGVO, durch die den Menschen eine stärkere Kontrolle über die Erfassung, Verwaltung und Weitergabe ihrer Daten eingeräumt wird. Ohne MDM können Datensätze über verschiedene Abteilungssilos verteilt sein, was die Einhaltung der Vorschriften erschwert.
Hilfe bei Mergers & Acquisitions durch einen verbesserten Prozess zur Integration und zum Abgleich mehrerer Datenbestände.
Daten spielen für digitale Geschäftsprozesse eine entscheidende Rolle, und Stammdaten sind die Basis für alle weiteren Daten. Firmen, die sich auf präzise und konsistente Stammdaten stützen können, haben eine stabile Grundlage für ihren Erfolg.
Unsere Leistungen für ein zuverlässiges Datenmanagement
Implementierung zentrales Stammdatenmanagement
Ihre Vorteile:
Weniger Fehler und Redundanzen bei Daten in verschiedenen Anwendungen. Wenn dieselben Informationen, z. B. ein Kundendatensatz, von verschiedenen Teams inkonsistent eingegeben werden, führt MDM die doppelten Daten zusammen und gleicht sie ab.
Bessere analytische Erkenntnisse und datengestützte Entscheidungen. Brauchbare Ergebnisse setzen brauchbare Eingaben voraus. Wenn die Daten, die analysiert werden, nicht korrekt sind, dann sind es auch die Ergebnisse nicht.
Optimierte Geschäftsprozesse und höhere Effizienz. Mit qualitativ hochwertigen, konsistenten Stammdaten können Sie durchgängige Geschäftsszenarien wie Lead-to-Cash, Source-to-Pay und Design-to-Operate beschleunigen und automatisieren.
Verbesserte Transparenz und Einhaltung des Datenschutzes und anderer Vorschriften. Die DSGVO beispielsweise gibt den Menschen mehr Kontrolle darüber, wie ihre Daten erfasst, verwaltet und weitergegeben werden. Ohne MDM können Datensätze über mehrere Abteilungssilos verstreut sein, was die Einhaltung der Vorschriften erschwert.
Unterstützung bei Fusionen und Übernahmen mit einem optimierten Prozess für die Zusammenführung und den Abgleich mehrerer Datenbestände.